ICD-Code F05.1: Delir bei Demenz

Sie haben ein Delir. Dabei hat sich Ihr Bewusstsein vorübergehend verändert.

Bei einem Delir ist man in der Regel nicht mehr so aufmerksam wie normalerweise. Man erlebt die Umwelt und sein eigenes Verhalten weniger klar. Dadurch kann es einem schwer fallen, neue Situationen richtig einzuordnen oder mit anderen zu kommunizieren. Es kann sein, dass man zeitweise sehr unruhig ist und einen starken Drang hat, sich zu bewegen. In anderen Situationen bewegt man sich möglicherweise sehr wenig und zieht sich zurück. Man ist unter Umständen nachts wach und tagsüber sehr schläfrig. Es ist ebenfalls möglich, dass man nicht mehr weiß, wo man sich gerade befindet oder wer man selbst ist. Man kann auch vorübergehend Probleme mit dem Gedächtnis haben.

Die Beschwerden entwickelt sich typischerweise plötzlich und können sich im Verlauf eines Tages verändern. Für die Beschwerden gibt es eine körperliche Ursache. Ein Delir kann zum Beispiel durch Schäden am Gehirn, durch Medikamente oder andere Krankheiten ausgelöst werden.

Sie haben das Delir aufgrund einer Demenz. Eine Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns. Dabei lassen die geistigen Fähigkeiten über das normale Maß hinaus nach. Dadurch wird es immer schwieriger, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Bei einer Demenz kann das Gedächtnis nach und nach schlechter werden. Man kann Probleme haben, sich an das richtige Wort für etwas zu erinnern. Es kann auch sein, dass man verwirrt ist. Möglicherweise weiß man nicht mehr genau, an welchem Ort man sich aufhält. Gegenüber anderen Menschen kann man misstrauisch sein oder auch Angst haben. Es können auch andere Beschwerden auftreten.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).