ICD-Code F02.1: Demenz bei Creutzfeldt-Jakob-Krankheit

Sie haben aufgrund der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit eine Demenz.

Das Gehirn besteht aus mehreren Bereichen. Im Großhirn findet zum Beispiel das Denken und das Planen von Handlungen statt. Im Kleinhirn werden Bewegungen vorbereitet und aufeinander abgestimmt. Der Hirnstamm ist für verschiedene unbewusste Aufgaben zuständig, wie zum Beispiel das Atmen. Der Hirnstamm geht in das Rückenmark über.

Ihr Gehirn wurde durch veränderte Proteine stark geschädigt. Das nennt man auch Creutzfeldt-Jakob-Krankheit. Die Ursache für die Erkrankung ist in der Regel unbekannt. Die Erkrankung kann vererbt werden. Dann sind typischerweise mehrere Familienmitglieder davon betroffen. Die veränderten Proteine können aber auch über Infektionen in den Körper gelangen.

Die veränderten Proteine können auch normale Proteine im Gehirn schädigen. Dadurch verändern sich immer mehr Proteine im Gehirn. Wenn sich veränderte Proteine im Gehirn ansammeln, dann können Nervenzellen absterben. Man kann sich dann anders verhalten als normalerweise. Das Gedächtnis und die Konzentration können schnell nachlassen. Möglicherweise kann man auch Bewegungen nicht mehr richtig steuern.

Bei einer Demenz lassen die geistigen Fähigkeiten über das normale Maß hinaus nach. Dadurch wird es immer schwieriger, den Alltag selbstständig zu bewältigen. Im Rahmen einer Demenz kann das Gedächtnis nach und nach schlechter werden. Man kann Probleme haben, sich an das richtige Wort für etwas zu erinnern. Es kann auch sein, dass man verwirrt ist. Möglicherweise weiß man nicht mehr genau, an welchem Ort man sich aufhält. Gegenüber anderen Menschen kann man misstrauisch sein oder auch Angst haben. Es können auch andere Beschwerden auftreten.

Zusatzkennzeichen

Auf ärztlichen Dokumenten wird der ICD-Code oft durch Buchstaben ergänzt, die die Sicherheit der Diagnose oder die betroffene Körperseite beschreiben.

  • G: Gesicherte Diagnose
  • V: Verdacht
  • Z: Zustand nach
  • A: Ausschluss
  • L: Links
  • R: Rechts
  • B: Beidseitig

Weitere Informationen

Hinweis

Diese Informationen dienen nicht der Selbstdiagnose und ersetzen keinesfalls die Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Wenn Sie einen entsprechenden ICD-Code auf einem persönlichen medizinischen Dokument finden, achten Sie auch auf Zusatzkennzeichen für die Diagnosesicherheit.
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt hilft Ihnen bei gesundheitlichen Fragen weiter und erläutert Ihnen bei Bedarf die ICD-Diagnoseverschlüsselung im direkten Gespräch.

Quelle

Bereitgestellt von der „Was hab’ ich?“ gemeinnützigen GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG).